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Kriegsanleihen

Ich bin der Erste, der trotz all seines immensem Wissens (hust, hust) jederzeit bereit ist, vollkommene Unwissenheit in anderen Belangen einzuräumen. Daher mal eine wilde Schnapsidee mit Bitte an all die Besserwissenden, ihre Expertise beizusteuern.

Im Zeiten Weltkrieg gerieten die diversen Kriegsparteien schnell an die Grenzen des Finanzierbaren, woraufhin sie Kriegsanleihen herausgaben und dafür auch kräftigst Werbung machten. Vordergründiges Motiv war natürlich „die Sache“, also Patriotismus, aber dahinter standen auch auch wie bei allen Anleihen handfeste finanzielle Interessen (Kaufe Anleihe jetzt, bekomme +x% zurück nach Zeitraum Y).

Die Ukraine selbst hat natürlich bereits 2022 Kriegsanleihen ausgegeben (Link) mit Laufzeiten von 2025 bis 2047 (Link).

Und zum Thema Ukraine-Kriegsanleihen habe ich ein paar Fragen:

Erstens: Für komplette N00bs: Wie und wo kann ich als Deutscher Kriegsanleihen der Ukraine kaufen? Und falls mir tatsächlich was an den Anleihen rein als Anlage liegen sollte (pfui, übrigens): Wie sieht die aktuelle Beurteilung von deren Profitabilität aus?

Zweitens: Könnte Deutschland nicht „einfach“ eigene Kriegsanleihen für den Ukrainekrieg ausgeben und so die (besch*) Schuldenbremse umgehen? Immerhin ist der Ausgang des Krieges von unmittelbarer Konsequenz für Deutschlands Sicherheitsinteressen (Side Note: Ich erinnere mich noch daran, mal Bundesschatzbriefe mit einer Rückkaufquote von 10%+ gehalten zu haben, eines meiner besten Investments ever).

Drittens: Gleiche Frage, aber für die EU. Die EU hat offenbar einen EU for Ukraine Fund aufgelegt (Link), dessen Spezifika (wer kann kaufen, was wird versprochen, wie wahrscheinlich ist ein Return on Investment (ROI)) mir einigermaßen unklar sind.

Mein insgesamter Eindruck ist, dass es in Deutschland und der EU „ziemlich viele“ Leute gäbe, welche die Ukraine monetär unterstützen würden – GERNE mit Option, daran am Ende etwas zu verdienen, aber SEHR BEREIT das Geld auch abzuschreiben (ideell und steuerlich) – daher auch Frage

Viertens: Was ist eine definitiv und bar jeden Zweifels seriöse Adresse, wohin man Geld senden könnte – und seien es auch nur wenige Euro – um den „War Effort“ der Ukraine zu unterstützen?

Because, well, wir schauen heutzutage vor allem auf Multibillionarschlöcher oder erwiesene Politikversager, die im Grunde sprechender Eichelkäse sind, deren Namen ich aber nicht nennen kann, um nicht verklagt zu werden, während wir „armen Versager“ aber Millionen in Deutschland, Milliarden in der EU und Billionen auf der Erde sind, die kollektiv auch mit wenigen Euro eine weltverändernde Macht haben.

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The RPG I would play if I was a teenager NOW

One of my most recent discoveries on Youtube is MONSTRUM, a channel wholly devoted in tracing back the origins of monsters and analysing their transformation by and impact on modern pop culture.

Anyways, while watching two videos on WERWOLVES (and another, equally interesting video on Werehyenas – a shapeshifter I never heard about before (although I suspect that Werehyenas are present in a certain RPG I’ll get to soon) – a short pictured popped up in the vid:

The cover of the tabletop RPG „Werewolf: The Apocalypse“ – the original one by White Wolf with the cut-out claw marks, maybe one of the most iconic RPG books of all times, production-wise (also opening up with a COMIC, which was and is totally friggin AWESOME).

And even though I was WAY more into Vampire: The Masquerade at the time (for which I even did some artwork for some German books an did a partial re-write of the dreadful Berlin by Night; actually my first writing gig in the rolplaying industry (unless Galactic Underground 3 for SSDC’s Battlelords of the Twenty-Third Century came before that, I don’t remember) I actually played that game for some time, too (my character being Anubisseth, a lupus-born Silent Strider (so, basically, a feral Mekhet 😉 (shoutout to Vampire: The Requiem, the better of the two Vampire RPGs by White Wolf, and I will gladly die on this hill!). <— another brillant but incomprehensibly endless sentence from AAS, thank you.

Short interlude: My GM back then was Olaf Florian (who played Vampire LARP at my group, but was WAY more into Werewolf and Mage) who gave me a BRILLANT solo-session as a kind of introductory story session. In that session, I started out as a young African Wolf who was drawn away from the African wilderness and into the realm of the humans (so: settled areas of Egypt). I came in with no concept of how to actually play a wolf (even after almost every Elfquest comic in the years prior, in which „wolf thinking“ played a huge part) – but Olaf did an INCREDIBLE job of „feeding“ me the surroundings in wolf senses only – esp. smell and hearing, thus really easing me into „wolf thinking“ in no time at all (and not only the natural, RL senses, but the „awakened“ senses of a Werwolf as well).

Olaf, if you read this: WELL DONE AND THANK YOU!

Back to the topic: While reminiscing about my rather short ventures into Werewolf: The Apocalypse I couldn’t help but think of what it meant to play TTRPGs back then, how I came into roleplaying at all, what drew me away from The Dark Eye and Dungeons and Dragons into other RPGs and, eventually, Shadowrun.

Living in the Eighties, envisioning a dark future based off of „Eighties Tech Projections“ had a big allure to me (this may be grammatically wrong but I couldn’t find the right form in my short online search) – but if I imagine me being a teenager in 2025 I’m not sure if Shadowrun or even Cyberpunk in general would have that big an impact on me.

What I actually WOULD love to play as a teenager in the 2020s is (spoiler) WEREWOLF: THE APOCALYPSE, a game about actually being empowered to DO something against all the major an minor SHIT that is happening all around me: fighting against corporate greed and even INTENTIONAL pollution of the Pentex Corporation, fighting tooth and claw against corrupted humans (esp. political minions of Pentex and its ilk (a.k.a. Pentex pawns like „The Orange Man“ and „The Kekius“) and spirits and actually, FINALLY being able to NOT feel help- and hopeless in the face of … ALL OF THIS.

Heck, I (maybe) would tattoo „WHEN WILL YOU RAGE“ over my dead black heart in no time and either join or found a grassroots eco-guerilla movement eventually.

What do you think? Is WERWEOLF: THE APOCALYPSE the TTRPG of this time?

[Note: I am only talking about the original game. In the NEw World of Darkness, there was also a Werewolf game that I picked up and read, but it left out everything that made WtA alluring to me. I am dimly aware that there are new iterations of WtA, but since I haven’t read any of them I can’t comment on them (Never played the Werewolf video game, too BTW)).

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Blog, Irgendwas mit Medien

Spaß mit KI

Ich persönlich stehe der KI ja gar nicht SO negativ gegenüber – jedenfalls nicht pauschal.

Als Dystopie-Experte bin ich mir natürlich der Risiken bewusst … ABER wenn wir mal feststellen, dass diese Technik nun in der Welt ist und auch nicht mehr weggehen wird, dann muss man zumindest sagen: Mit der Atombombe hatte ich nicht so viel Spaß.

Anders gesagt: Wenn wir schon an KI zugrunde gehen – moralisch, arbeitstechnisch, speziesuntergehend – dann finde ich es zumindest nett, dass uns die KI auch einiges zu lachen gibt.

Case in Point: Sucht mal auf Youtube nach „schlüpfrige KI Songs“ oder „K.I.nstlern“ wie „Lieselotte Beinebreit“, „Rosi Knettermann“ oder „Antenne Eumel“ (es gibt einen ganzen verdammten Mikrokosmos aus versauten KI-Schlagern da draußen, DANKE an Florentin von den Rocketbeans für den Tipp auf TikTok).

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Blog, Irgendwas mit Medien

Bluesky? Blog!

Ich bin ja ein großer Freund der Werke von Cory Doctorow (jedenfalls derjenigen, die ich gelesen habe (Walkaway, Little Brother, Overclocked)), und was er auf seinem Blog über Bluesky und die im Grunde unvermeidlich Enshittification jener Plattform sagt, ist schon sehr wahr. Leider.

Sein tl;dr-Fazit ist, dass in der Aufbauphase alle Social Media Dienste toll waren. Deshalb wurden sie ja groß. Und es sei ja auch nicht so, als wären die Gründer der Netzwerke alle Unsympathen gewesen. Im Gegenteil kamen die überaus korrekt rüber, mit Ideen und großen Visionen, wie man es besser und anders als die korrupten Sellouts da draußen machen kann.

Nur, dass halt jeder dieser Dienste irgendwann dann groß und attraktiv genug wurde, um gekauft zu werden. Bzw. sollte er nicht verkauft werden eben selbst nach Wegen suchen muss, zu Geld zu kommen.

Die Krux an der Sache ist, dass man als Nutzer selbst ungeheure Mengen Arbeit in den Aufbau seiner Präsenz und jener Community, die einem folgt, steckt. Nicht auf einen Schlag, aber Post für Post über Jahre hinweg – bis man von der Plattform in Geiselhaft genommen wird, weil man diese enorme Daten- und Arbeitssumme nicht zurücklassen will, nicht zurücklassen KANN.

Cory Doctorew sagt, er würde diese riesige Aufbauarbeit nur unter einer Voraussetzung nochmal auf sich nehmen: Wenn es die Garantie gäbe, dass er den gesamten Content inklusive der Community – das heißt OHNE dass diese ebenfalls umziehen muss („folgt mir auf Bluesky!„) mit auf eine andere Plattform nehmen kann.

Und da hat er halt leider Recht. Weshalb Blogs wie dieses hier – oder Doctorows – eigentlich die einzige Alternative sind.

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Blog, Irgendwas mit Medien, Rabenleben

Failen? Kann ich!

Sagen wir mal so: Es ist noch Luft nach oben. Der Gimble – natürlich mit KI – soll alles können außer Badewasser einlasen und ein vernünftiges Ei kochen. Gesten-Start klappt perfekt, Gesten-Stopp so semi, aber vermutlich ist das meine Schuld (gerade ausgepackt und noch kein Tutorial gesehen). Auch steckt auf dem Gimble ein kleines Licht, welches das Gesicht besser ausleuchten soll – auch da krieg ich bestimmt noch raus, wie das geht.

Hauptsächlich aber muss ich Videos zu OBS ansehen. Dessen Bedienung erschließt sich mir auf den ersten Blick eher weniger. Aber ich gebe nicht auf.

Jetzt aber muss ich erstmal Grundrisse backen für den „Datapuls: 10 Zielobjekte“, der in wenigen Wochen erscheint. Freut euch drauf! 🙂

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Blog, Irgendwas mit Medien

Hallo, Bedienungsanleitung?

Wer irgendwann in den letzten 20-25 Jahren vergessen hat, wie das mit Blogs funktioniert:

Während einem Soziale Medien – getrieben von einem auf Klicks, Neid und Hass getriebenen Algorithmus – die Posts ungefragt in den Feed spülen, muss man sich bei Blogs einen solchen Feed selbst anlegen.

Sprich: Man muss Blogs abonnieren und wird per E-Mail über neue Posts informiert.

Und mit denen kann man interagieren, indem man sie KOMMENTIERT. Direkt unter dem betreffenden Post. Wow. Science-Fiction.

Eine Besonderheit der Designvorlage, mit der ich dieses Blog erstellt habe, ist zudem, dass es auf den ersten Blick kein „Menü“ gibt.

Naja, das gibt es bei Sozialen Medien natürlich eh nicht. Weiß jeder, der mal versucht hat, den älteren Post eines Bekannten zu finden.

Aber das hier ist ein Blog, und da geht das:

Das Menü befindet sich oben links unter den drei horizontalen Strichen – und da findest du auch den ABONNIEREN Button!

Und da findest du auch alles Quality Features, die FB & Co. bis heute vermissen lassen: Neueste Posts, Beliebteste Posts, Neueste Kommentare, Posts nach Kategorien – you name it!

Und DA findet ihr auch die Knöppe für die Sozialen Medien, die ich aktuell verwende – natürlich nur jene, die von der Designvorlage unterstützt werden, aber irgendwas ist ja immer.

Am Aktivsten bin ich jenseits dieses Blogs (und hoffentlich bald auch wieder https://shadowrunberlin.wordpress.com/ ) auf Discord, genauer gesagt hier:

Außerdem gibt es für meine geliebten Supporter noch einen Extra-Patreon-Discord, zu dem du eingeladen wirst, sobald du, nunja, mich auf Patreon unterstützt (Link dahin findest du im Menü unter den drei Strichen oben links).

Und wem DeviantArt zu oldschool ist, der findet meine Galerie (ja, mit nur 1 „L“!!) auf https://www.artstation.com/rabenaas

Wir lesen uns in den Kommentaren!

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Blog, Irgendwas mit Medien

Geschlüpft. Mal wieder.

Was lange gärt, wird endlich Wut. So auch bei mir.

Seit Jahren wollte ich schon weg von Facebook: Immer nerviger wurde die Plattform, immer schlechter der Content, immer aggressiver die Sponsored Artikel und immer extremer der ganz offensichtlich von KI/Bots erstellte Inhalte – sowohl was Artikel, als auch was Kommentare angeht.

Dies zusammengenommen mit der ganz normalen Taktik der Social-Media-Finanzierung (sprich: möglichst viele Interaktionen erzeugen, indem man sinnlos Rage verbreitet) nahm mir schon lange die Lust, und so sehr ich auch weiterhin den Austausch mit alten Freunden und vor allem der Shadowrun Community schätzte:

Es ging nicht mehr.

Also ein neuer Anfang. Wieder mal. Und diesmal nicht auf dem neuesten besten Social Media Dienst, der in seiner Aufbauphase natürlich gratis, werbefrei und awesome ist (und nichtmal so einen gibt’s aktuell im Jahr 2025), sondern „wie in der Steinzeit“ (des Internet) in Form einer eigenen Website.

Eines „Blogs“.

2025 ist sehr 2000.

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